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Glasfaseranschluss - In der Warteschleife

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  Westfälische Nachrichten
Schöppingen - Das Vechtedorf hängt in der Warteschleife: Wann es schnelles Internet und Telefon via Glasfaser in Schöppingen geben könnte, steht noch immer nicht fest. Schon vor Monaten hat die Gemeinde Schöppingen mit dem Unternehmen Deutschen Glasfaser Verträge abgeschlossen. Doch seitdem hat sich nichts mehr getan.
Von Anne Alichmann

Grund genug für den Rat, das Thema einmal mehr auf die Tagesordnung zu heben. Zur Sitzung am Montag sollte denn auch – so hatten es die Politiker angeregt – ein Vertreter des Unternehmens erscheinen. Doch das hatte die Einladung abgelehnt, wie Bürgermeister Josef Niehoff informierte: „Weil man über einen Start in Schöppingen noch immer nichts Genaues sagen kann.“ Die Kapazitäten seien erschöpft, das Personal voll ausgelastet.

Und das scheint genau der Knackpunkt zu sein, wie Dr. Heiner Kleinschneider von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken verdeutlichte, der an der Sitzung teilnahm. „Die Deutsche Glasfaser hat ein riesiges Volumen an Arbeit vor sich“, erklärte er. Und um das zu bewältigen, brauche es Firmen, die die Infrastruktur schaffen, und qualifizierte Mitarbeiter. Die seien momentan nicht leicht zu bekommen. Fazit: Geduld haben und warten.

In welcher Reihenfolge das Unternehmen die wartenden Kommunen angehe, sei eine rein firmeninterne Entscheidung, sagte Kleinschneider weiter. Vermutlich Ende Oktober, Anfang November werde die Deutsche Glasfaser aber eine Prioritätenliste veröffentlichen.

Ob die Gemeinde irgendetwas tun könnte, um das Ganze voranzutreiben, wollten die Ratsmitglieder wissen – man befürchte, mit der voranschreitenden Zeit Befürworter im Ort zu verlieren. „Sie können nur nach außen hin Einmütigkeit zeigen“, riet Kleinschneider.

Glasfaser sei die Technik der Zukunft, eine echte Alternative gebe es nicht. Und einen Anschluss bis ins Haus würde in Schöppingen eben nur die Deutsche Glasfaser legen, alle anderen Anbieter würden ein anderes Konzept verfolgen. Das Unternehmen sei zudem ein vertrauenswürdiger Partner. Kleinschneider: „Ich würde sehr davor warnen, jetzt die Flinte ins Korn zu werfen.“

Die Gemeinde Schöppingen habe bisher alles richtig gemacht. „Sie haben sich sehr früh positioniert“, sagte Kleinschneider. Nun könne man nur abwarten – und weiter Überzeugungsarbeit im Ort leisten. Denn am Anfang stehe – wenn es dann soweit ist – ja erst einmal eine Nachfragebündelung: Nur wenn 40 Prozent der Haushalte in der Vechtegemeinde einen Anschluss wollen, starte der Investor den Netzbau überhaupt.

Dass zumindest der Rat weiter auf Glasfaser setzt, machten die Mitglieder durch einen – eigentlich gar nicht geforderten – Beschluss zum Ende der Diskussion deutlich: Einstimmig votierten sie für den eingeschlagenen Weg. Ein Signal nach außen.
 

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